Verschränkte Ressentiments

Im aktuellen Heft der Zeitschrift für Soziologie ist ein interessanter Beitrag zum Verhältnis von Antiamerikanismus und Antisemitismus erschienen. Die drei Thesen der Studie lauten:

H1 (Projektion): Je unzufriedener eine Person mit den gesellschaftlichen Verhältnissen ist, desto ausgeprägter sind ihre antisemitischen Einstellungen.
H2 (Projektionsverschiebung): Je unzufriedener eine Person mit den gesellschaftlichen Verhältnissen ist, desto ausgeprägter sind ihre antiamerikanischen Einstellungen.
H3 (Umwegkommunikation): Antiamerikanische Einstellungen und antisemitische Einstellungen zeigen einen positiven Zusammenhang.

Stuttgart Zeitschrift für Soziologie, Jg. 39, Heft 3, Juni 2010, S. 215–232