Veranstaltungshinweis: „Fremd, frei und faul“

Wolfgang Benz, der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA), geriet kürzlich in die Schlagzeilen mit einem streitbaren Antisemtismus-‘Islamophobie‘ Vergleich und schon zuvor, weil er Treitschke hingegen keinen Antisemiten nennen mochte. Markus End ist ebenfalls vom ZfA. Er gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Antiziganismusforschung. Das ist – im Gegensatz zu seinem Kollegen – unbestritten. Und Markus End kommt nach München.


Antiziganistische Narren: Gesehen 2008 bei einem Faschingsumzug in Uffing

Der Arbeitstitel der Dissertation von Markus End trug den schönen Titel: Fremd, frei und faul. Struktur und Funktionsweise des modernen Antiziganismus. Seine Beiträge, Adorno und die ‚Zigeuner‘ und Defizite in der Kritik im Buch Antiziganistische Zustände – Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments, fühlen dem Antiziganismus aus dem Blickwinkel der Kritischen Theorie auf den Zahn.

Im Vortrag am 07. Oktober wird Markus End auf die lange Geschichte und die gewalttätige Gegenwart des Antiziganismus in Europa eingehen. In einem zweiten theoretischen Teil werden Ansätze zu einer Theorie des Antiziganismus auf der Basis Kritischer Theorie vorgestellt. Dabei wird insbesondere die Bedeutung der Kategorien ‚Arbeit‘, ‚Nation‘ und ‚Geschlecht‘ für die antiziganistischen Projektionen vertieft.

Leseprobe: Ein geschichtliches Panorama des Antiziganismus

Datum: 7. Oktober 2010
Ort: Kafe Marat | Thalkirchner Str. 104
Uhrzeit: 21:00