Diesseits von Afrika

Artikelempfehlungen zur neuen Hinterland-Ausgabe Diesseits von Afrika


Gesehen auf dem Parkdeck des Möbelhauses XXXLutz in München, 2010

Die neue Hinterland-Ausgabe vom Bayerischen Flüchtlingsrat ist über 100 Seiten dick und kommt weitestgehend ohne Entwicklungshilfe-Brille aus. Der Arbeitskreis Panafrikanismus München spricht mit der Antirassismusexpertin Grada Kilomba und stellt die Annahme auf die Probe, alle subsaharischen Flüchtlinge würden mit dem Boot übers Meer nach Europa schippern. Die unter anderem durch ihre Beiträge in der Jungle World bekannte Kulturwissenschaftlerin Imke Leicht leistet einen empfehlenswerten Grundlagenbeitrag zum beständigen Gegensatz von Universalismus und Kulturrelativismus. David Schwarz wirft einen Blick auf die aktuellen Diskurse um Homosexualität in Afrika. Im Rahmen von Gender Studies könnte die Arbeitsteilung auf äthiopischen Baustellen interessant sein. Skurril sind die wöchentlichen Demonstrationen der „Mad-Germans“ vor der deutschen Botschaft in Mosambik. Sie fordern ihre rechtmäßigen Rentenansprüche noch aus DDR-Zeiten ein. Die Anzahl Magenschmerzen verursachender Artikel hält sich in Grenzen.

Alle Beiträge sind auch online abrufbar unter:
http://www.hinterland-magazin.de/
Kritik von Nichtidentisches:
Korrekturen am Hinterland