Münchner Problem dokumentiert sich selbst

Als die Veranstaltung von Ilan Pappe zur angeblichen „ethnischen Säuberung Palästinas“ 2009 nicht am gewünschten Ort stattfinden konnte, schäumte die Münchner Bürgerschaft. Jetzt hat sie ihren Zorn über den Bürgermeister Ude und die Deutsch-Israelische-Gesellschaft selbst dokumentiert – und spart damit der Antisemitismusforschung Arbeit.


Ehemalige Hauptsynagoge (Historische Postkarte im Jüdischen Museum Berlin)

„Die Aussperrung des Ilan Pappe durch die Landshauptstadt München“ lautet der Titel einer Textsammlung verschiedener Artikel und geharnischter Briefe an Bürgermeister Ude, die auf den Seiten des antizionistischen Vereins Salam Shalom nun zum Download angeboten wird. 36 Beiträge „für Grundgesetz und Meinungsfreiheit“ hat der Verfasser zusammengestellt und vier Beiträge für „Unterdrückung und Staatsräson“ sind auch dabei. Ein Beitrag der letzteren ist bereits auf Schlamassel Muc vor längerem erschienen. Das „Echo“ also auf die „pro-israelischen Zensurpraxis“, resümiert der Verfasser, „kann nur als vernichtend bezeichnet werden“.

Zum „vernichtenden Echo“ trugen u.a. bei: Abraham Melzer (SEMIT), Rolf-Henning Hintze (Neues Deutschland), Fuad Hamdan (EineWeltHaus), Christa Ortmann (Frauen in Schwarz), Rolf Verleger (Ex ZdJ), Alfred Grosser, Pater Reiner Fielenbach (Kreuzritter), Siefgrid Benker (Stadtrat) ….

Der ganze Schreibtisch-Mob auf 48 Seiten:
Die Aussperrung des Ilan Pappe durch die Landshauptstadt München – Dokumentation und Aufklärung