Volksinitiative für eine geschmackvolle Zukunft des Westends! McDonald’s now!

Am Samstag den 30. Juli fand auch dieses Jahr eine Großdemonstration für eine geschmackvolle Zukunft des Westends in München statt. Als Gruppe wollen wir unsere Einschätzungen zu den gelaufenen Aktionen darlegen.

Auf die Großdemonstration von „McDonald’s now!“ kamen dieses Jahr erfreulicherweise deutlich mehr Menschen als letztes Jahr. Das Bündnis für eine geschmackvolle Zukunft geht von über 400 Teilnehmer_innen aus – ein klarer Erfolg der diesjährigen Mobilisierung. Aufgerufen hatten abermals die Gruppen BashMac und die Dinkelbrot Haters sowie AK Westend Royal. Im Anschluss an ein angenehm kurzes Auftakt-Anstellen vor der McDonald’s-Filiale am Münchner Hauptbahnhof formierte sich die Demo: Hinter einer Massendelegation des Bündnisses kam der kulinarische Block. Wir hatten uns dieses Jahr dafür entschieden, das Auftreten des Blockes offener zu gestalten: So lief die Blockspitze ohne mittleres Menü und ohne Pommes – sehr wohl aber mit Cheeseburgern zum Mitnehmen. Wir bewerten die Stimmung im Block, seine inhaltliche Ausrichtung und seine Außenwirkung als sehr positiv: Es waren viele gute Hochtransparente und massenhaft Schilder (v.a. mit der Parole „McDonald’s Now! Sonst Generalstreik!“) im Block zu sehen.

Getrübt wurde die ansonsten positive Stimmung durch zwei problematische Vorfälle: Auf Höhe der Gollierstraße tauchten Provokateur_innen mit u.a. Steckerlfisch-Fahne und selbst gebackenem Flammkuchen am Rande des Blockes auf. Trotz des Versuchs der Ordner_innen, die Provokateur_innen vom Demozug zu verweisen, kam es zu Handgreiflichkeiten. Eine Demonstrantin wurde mit einer mehrteiligen Kaffeemaschine der Marke Baresta schwer verletzt. Aufgrund ihres Auftretens sehen wir diese Provokateur_innen nicht als Teil der geschmackvollen Bewegung: Wer eine Demo für gerechte Fritten wiederholt zu stören versucht und sich dabei mit einem Transparent („Solidarität mit BioBio – McDonald’s in die Schranken weisen“) für einen so unbezahlbaren wie faden Fraß einsetzt, hat für uns mit kulinarischer Bewegung nichts zu tun. Auf die Provokationen hin wurden aus dem Block teilweise Parolen gerufen, die wir kategorisch ablehnen.

Wir sehen die diesjährige Demo und insbesondere den kulinarischen Block als Erfolg. Auch Kiyra Papadopoulos, Sprecherin des Bündnisses für eine geschmackvolle Zukunft, zeigte sich im Anschluss zufrieden: „Es ist uns gelungen, ein kraftvolles Zeichen zu setzen. Auch wenn die Systemmedien die Demonstration wieder verschweigen werden, wir machen weiter.“