Es röhrt der Hirsch ins Sommerloch

Der fahrige Anti-Imperialist stößt in seiner Partei nur vereinzelt auf Gegenliebe. Dennoch zählt Chris Sedlmair zu den prominenteren Köpfen der Linkspartei. In zahlreichen Videobotschaften kommentiert er das Weltgeschehen – so auch den Fall „Pussy Riot“.

Den feministischen Aktivistinnen von „Pussy Riot“ hat Sedlmair nach ihrer Protestaktion in der Christ-Erlöser-Kathedrale eine Videobotschaft gewidmet. Die „linken Lakaien“ der westlichen Medien hätten wohl „nichts gelernt aus Libyen, Syrien, Irak und Jugoslawien“, kritisiert er die Unterstützenden. Sein Urteil lautet zusammengefasst, für die „Hooligan-Schlampen“ seien „dreißig Jahre Sibirien nicht genug“. Sedlmairs verworren vorgetragene Videobotschaft endet mit: „Solidarität mit der russischen Justiz! Solidarität mit Wladimir Putin!“.

Die Linkspartei wollte ihr umtriebiges Mitglied des Kreisverbands Dachau unlängst absägen. Doch ein Formfehler im Parteiausschlussverfahren brachte Sedlmair back on the map. Er gehört zu jenen Personen, durch die der Wahnwitz des Anti-Imperialismus formvollendet herantritt. Einer Karriere, wie sie der Rapper „Makss Damage“ hinlegte, ist der Administrator der antizionistischen Gruppe „Stoppt den BAK Shalom“ inzwischen zum Greifen nahe gekommen.

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