Archiv für Dezember 2012

Siko-Proteste ohne bayerische Linksjugend

2012 verabschiedete sich die Grüne Jugend vom „Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz“. 2013 hat auch der bayerische Verband der Linksjugend die Schnauze voll. Dafür sind nun Organisationen wie der antizionistische Verein „Salam Shalom“ und der Münchner Aufruf „Kein Krieg gegen Iran“ mit von der Partie.


Solidaritätsadressen Richtung Teheran: Siko Proteste 2012

2012 hat sich die Grüne Jugend vom Bündnis distanziert und dies mit den antisemitischen Übergriffen auf der Anti-Siko-Demonstration 2011 begründet. Außerdem sei eine „gewisse regressive Kapitalismuskritik“ im Bündnis erkennbar, so die Grüne Jugend Bayern weiter. Mit dem bayerischen Jugendverband der Linkspartei kündigt nun voraussichtlich eine weitere Jugendorganisation dem Bündnis die Gefolgschaft. Die meisten autonomen und alle gewerkschaftlichen Jugendorganisationen verabschiedeten sich in den letzten Jahren bereits. Der Bundesverband der Linksjugend unterstützt zwar offiziell noch den Aufruf 2013, aber mit vielen Mitgliedern ist auf der Demonstration nicht zu rechnen, wenn die regionalen Verbände München und Bayern nicht mitspielen.

Antizionistische Ausrichtung immer deutlicher
Dafür steht 2013 der Verein „Salam Shalom“ auf dem Demonstrationsaufruf. Dessen treibende Kräfte sind drei ältere Herren, deren eigenen Worte am besten für sie sprechen: Eckhard Lenner („Israel ist wirklich das ganz Andere und Fremde“), Christoph Steinbrink und Jürgen Jung („Israel vergiftet die Welt und alles fällt auf uns zurück“). Der Münchner Verein organisierte auch dieses Jahr fragwürdige Veranstaltungen, wie weitere Lesungen aus dem Gedichtband „Höre Israel!“ von Erich Fried. Ebenso fand Moshe Zuckermann auf Einladung von „Salam Shalom“ wieder Eingang in die Landeshauptstadt, um über „Existenzbedrohung – Wahn und Wirklichkeit“ zu philosophieren. Der Verein hat maßgeblichen Einfluss auf die proiranische Münchner Kampagne „Aufstehen für den Frieden – kein Krieg gegen Iran“, die zuvor noch „Münchner Appell“ lautete und dieses Jahr erstmals Unterstützerin der Anti-Siko-Proteste ist.

AnaRKomM: die ehrbaren „Anti-Antideutschen“
Wieder mit dabei ist die rustikale Gruppe AnaRKomM. Die relativ unbedeutende Politsekte machte sich 2002 mit einem Flugblatt bemerkbar, das zum Boykott israelischer Waren aufrief. 2011 verdienten die sogenannten „Anarchisten-Rätekommunisten-München“ den Preis für den maximal-enthirnten Demonstrationsaufruf, als sie Weltpolitik mit einem verschwörungstheoretisch anmutenden Schaubild darstellten (siehe Bild). AnaRKomM veröffentlichte dann Mitte 2012 ein Schreiben mit dem Titel „Wider den antideutschen Spaltern!“ Darin ist im Jargon der extremen Rechten von einer „völkerfeindlichen Haltung Israels“ die Rede und von „organisierten Agenten“, die ihre „Pöstchen in linken Organisationen“ nutzen würden, „um Anti-Antideutsche zu schädigen“. „Entfernt die Antideutschen so schnell wie möglich aus euren Zusammenhängen!“ ist ihr Rat, „Nieder mit dem Zionismus!“ lautet ihre Forderung.


AnaRKomM – Demonstrationsaufruf zu den Siko-Protesten 2011

Auch wenn ein Ausscheiden der bayerischen Linksjugend als ein positives Signal gewertet werden kann, ist die Mutterpartei mit dem Münchner Kreisverband, der Münchner Stadtratsfraktion und dem bayerischen Landesverband prominent auf dem Aufruf zu den Siko-Protesten vertreten. Als Hauptredner soll im Februar 2013 der emeritierte Hochschullehrer und Passagier der Mavi Marmara (2010), Norman Paech, sprechen.

Nachtrag
Schnauze voll und dann doch dabei: Der schmerzvolle Abschied der bayerischen Linksjugend vom Antisemitismus

Der „Stürmer of 1949″ in seinem Element

Die Süddeutsche Zeitung – von Holocaustüberlebenden zeitweise der „Stürmer of 1949″ genannt – schlug gestern wieder in gewohnter Härte zu. Peter Münch zog über den Judenstaat her, der rechte Redakteur Marc Felix Serrao trat für das Wort „Negerkönig“ ein, und schließlich durfte Staatsministerin Christine Haderthauer unwidersprochen über „Schauprozesse“ gegen Behörden wettern.

Peter Münch, der Nahost-Experte der Süddeutschen Zeitung, sollte seine Leserschaft mittlerweile im Sack haben. Lange genug hat er die gleichen Phrasen heruntergeschrieben, wie sie sein Vorgänger Thorsten Schmitz schon ein ganzes Jahrzehnt in die SZ-Fans einhämmerte. Zur „Normalisierung“ im Bezug auf Israel möchte Münch beitragen, hat er in seinem ersten Beitrag in neuer Funktion 2010 geschrieben. Und seine Auffassung von „Normalisierung“ zeigte sich auch im gestrigen Beitrag „Fakten schaffen“ in der Süddeutschen Zeitung. Er räumte wie immer der Mehrheit der Jüdinnen und Juden in Israel und Deutschland keinen Raum für ihre Argumente ein, sondern beklagte in seinem Beitrag empört, dass zwei Drittel der israelischen „Mitte-Links-Wähler“ eine Teilung Jerusalems ablehnen würden und sogar die Chefin der Arbeiterpartei. Warum, bleibt den Lesenden des Beitrages verschlossen.

Auch schweigt sich Münch darüber aus, dass das Umfrageinstitut in Ramallah (Arab World Research and Development) aktuell festgestellt hat: 88 Prozent der befragten Palästinenserinnen und Palästinenser sind der Meinung, dass der bewaffnete Kampf die beste Methode sei, um Unabhängigkeit zu erreichen. Auch verkneift er sich, dass der Exilchef der Hamas, Chaled Maschaal, vor wenigen Tagen in Gaza vor Tausenden Fans nochmals bekräftigte: „Palästina ist vom Mittelmeer bis zum Jordan und vom Norden bis zum Süden unser Land und unsere Nation.“

Mit Pippi für die koloniale Herrschaft
Die gestrige Ausgabe der Süddeutschen Zeitung wurde ihrem guten Ruf in Deutschland umso mehr gerecht mit dem prominent auf der Rückseite platzierten Beitrag „Negerkönig“ des rechtsoffenen SZ-Redakteurs Marc Felix Serrao. Dieser ließ schon 2010 keine Zweifel über ihn aufkommen, als er anmerkte, dass die extrem rechte Zeitschrift Junge Freiheit als „Stimme der demokratischen Rechten in diesem Land ein legitimer Teil des Meinungsspektrums“ sei – womit er eine Werbeanzeige eben dieser Zeitung in der Süddeutschen Zeitung rechtfertigte. In seinem aktuellen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung tritt Serrao für das Wort „Negerkönig“ ein, weil das N-Wort zumindest bei Asrid Lindgren „nichts mit rassistischer Herabsetzung“ zu tun habe und immerhin Pippi Langstrumpf selbst habe eine N-Prinzessin sein wollen, so wie ihr Vater ein N-König gewesen sei.

Haderthauers Schauprozesse
Den Vogel schoss die Süddeutsche Zeitung in gleicher Ausgabe vom Mittwoch aber ohne eigenes Zutun ab, nämlich indem sie einfach beim Interview mit der Staatsministerin Christine Haderthauer nicht nachfragte, als sich diese zum ab Mitte 2013 einklagbaren Recht von Eltern auf Kinderkrippenplätze äußerte: „Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass es im Wahlkampf den Versuch geben wird, Schauprozesse gegen manche Oberbürgermeister zu führen.“ Die Aggression in diesem Satz besteht aus zweierlei. Einmal wird das Bestehen auf das zukünftig verschärfte Anrecht der Eltern, sich gegen ein Zuhausebleiben in den Jahren nach der Geburt eines Kindes zu entscheiden – und dieses Recht dann auch einzuklagen –, als parteipolitisches Wahlkampfmanöver diskreditiert. Diese Verfehlung ist schon bemerkenswert genug, wird aber noch übertroffen mit dem Wort „Schauprozesse“. Als Schauprozesse werden für gewöhnlich Gerichtsverfahren in Diktaturen bezeichnet, wie beispielsweise die des NS-Richters Roland Freisler. Dieses Wort vorsorglich gegen Eltern zu wenden, die voraussichtlich nur geltendes Recht gegen untätige Behörden einklagen werden, ist neu. Dass die SZ-Journalisten an dieser brisanten Stelle nicht nachfragen, hat etwas mit dem Wesen der Süddeutschen Zeitung zu tun, die sich unglaublich kritisch denkt, wenn sie über Israel herzieht und für das Wort „Negerkönig“ eintritt, aber das von der Ministerin gegen emanzipatorischen Rechtanspruch gerichtete Wort „Schauprozesse“ gerne unkommentiert lässt.

Veranstaltungshinweis: Der Film „Playoff“

Am Samstag, dem 15. Dezember, wird „Playoff“ in München gezeigt. Der israelisch-deutsch-französische Film ist angeblich eine Allegorie. Basketball werde benutzt, um eine proisraelische Botschaft zu transportieren, meint ein Kritiker. Das klingt interessant.

Aufgrund einer neuen Kooperation zwischen dem israelischen Generalkonsulat in München und der Plattform der Filmwirtschaft „Moviecom518″ stehen dieses Jahr im Rahmen der „Munich.Cineman.Celebration“ auch israelische Filme auf dem Programm. „Das ist der erste Schritt für ein israelisch-bayerisches Filmfest“, meldet das Generalkonsulat. Empfehlenswert scheint der Film „Playoff“ des israelischen Regisseurs Eran Riklis.

Der Film erzählt die Geschichte des legendären Basketball Trainers Max Stoller, der Ende der 1970-iger durch den Gewinn der Europäischen Meisterschaft mit Maccabi Tel Aviv zum Nationalhelden wurde. Ebenso schnell geriet er jedoch auch zum nationalen Verräter, als er entgegen allen Erwartungen die Aufgabe übernahm, die absolut hoffnungslose Westdeutsche Nationalmannschaft in Olympiaform zu bringen. Und dies trotz des öffentlichen Aufschreis in Israel, und gegen den Willen seiner Mutter, die sein Verhalten als eine Art Verrat empfand. Max selbst behauptet, Deutschland – wo er vor dem Krieg geboren wurde und wo sein Vater von der Gestapo verschleppt wurde – bedeute ihm nichts und das Training der Nationalmannschaft sei nichts als ein weiterer Schritt auf dem Weg zu Basketball-Ruhm. Aber so einfach sind die Dinge nicht. In Deutschland lernt er die türkische Immigrantin Deniz und ihre Tochter, einen vorlauten Teenager kennen, und die beiden sind die einzigen Menschen, denen er noch trauen kann, auch wenn die Beziehung, die sich zwischen den dreien entwickelt, schwierig ist. Auch die Arbeit mit dem deutschen Team ist nicht einfach, doch trotz des Widerstands der Spieler gelingt es ihm, die deutsche Mannschaft neu zu definieren. Als er mehr und mehr hinter alte Familiengeheimnisse kommt, muss er erkennen, dass sein Leben bisher auf Betrug und Lügen basierte. Und dass man nicht für immer vor seiner Vergangenheit und seine Dämonen davonlaufen kann. Sich endlich der Vergangenheit zu stellen wird für ihn zum Inbegriff des persönlichen Sieges.

Laut einer Rezension auf IMDb ist der Film „Playoff“ als Allegorie zu sehen. Basketball werde benutzt, um eine proisraelische Botschaft zu transportieren, so der Kritiker. „Die Filmcharaktere sollte man nicht als verschiedene Personen begreifen, sondern als unterschiedliche Nationen und nicht-staatliche Organisationen.“ Ein anscheinend proisraelischer Film, das ist interessant. Denn Filme, die eine israelische Sichtweise näher bringen, sind eher selten. Antiisraelische Filme laufen hingegen massenweise vom Band und schaffen es auch in die dicken Kinos, wie beispielsweise der antisemitische Streifen „Tal der Wölfe, der letztes Jahr im Mathäser-Kino vorgeführt wurde.

Auch in München gibt es eine Produktion, die sich auf die Dämonisierung Israels spezialisiert hat. „Terra Media“ von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zeigte dieses Jahr mehrmals den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ und tingelt damit auch durch die deutschen Schulen. Vor wenigen Wochen feierte ihr Film „Wo geht’s bitte nach Palästina?“ Premiere. Zuvor produzierte „Terra Media“ u. a. die Streifen „Auf der Suche nach Frieden“, „Zwischen HipHop und Kalaschnikow“ und „Eines Tages werden wir zurückkehren“.

Am Tag vor der Vorführung von „Playoff“ findet im Saal „Odeon“ des HVB Forums eine Podiumsdiskussion über israelische Filme im deutschsprachigen Kino statt. Als Diskutanten werden u. a. Sophie von Kleist und Nils Dünker erwartet.

„Playoff“ | 15.Dezember 19:00h | MC518 Kinolounge | öffentliche Vorführung, Karten verfügbar

Rechtsextreme fordern Solidarität mit Palästina

Letzten Samstag demonstrierte die NPD-Tarnorganisation „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA) an zwei Orten in München unter dem Motto: „Solidarität mit Palästina – Israel stoppen!“ Die Münchner SPD störte, dass dabei „antisemitische Hetze unter einer angeblichen Solidarität mit Palästina“ verschleiert werde. Es wird höchste Zeit, dass die SPD-Genossen endlich den Schuss hören.


Rechtsextreme „Solidarität mit Palästina“ am 8. Dezember 2012 in München

Am Samstag, dem 24. November, fanden vor der Münchner Feldherrenhalle – wo auch schon Hitler eine Marke im Krieg gegen Jüdinnen und Juden setzte – ein Reihe ambivalenter Gestalten zusammen, um ihre Solidarität mit „Palästina“ zu äußern. Dabei wurden antisemitische Plakate gezeigt, u.a. eines mit einer Karikatur des US-amerikanischen Präsidenten Barak Obama, wie er Davidstern-Ohrringe trägt, anspielend auf eine angebliche jüdische Weltverschwörung, unter deren Einfluss die USA stehe. Es sprachen unter anderem Nicole Gohlke (Die Linke) und Rosemarie Wechsler (Pax Christi München). Genau eine Woche zuvor fand, wie auch schon am Samstag die Woche zuvor und die Woche zuvor, eine antiisraelische Demonstration am Münchner Stachus statt.

SPD: „Solidarität ist aus dem Mund von Antisemiten ein Hohn“
Da wollte die NPD-Tarnorganisation BIA um nichts nachstehen und organsierte am Samstag, dem 08. Dezember 2012, zwei ähnlich deutliche Solidaritätskundgebungen unter dem Motto: „Solidarität mit Palästina – Israel stoppen!“ Es gelte auch inmitten der bayerischen Landeshauptstadt, „israelischen Zumutungen entgegenzutreten“, teilte der BIA-Stadtrat und Organisator Karl Richter mit. Die SPD München verfasste dazu eine Pressemitteilung:

Besonders perfide sei es, so Ritter (SPD), dass die BIA ihre antisemitische Hetze unter einer angeblichen Solidarität mit Palästina zu verschleiern versucht. „Schon das Wort „Solidarität“ ist aus dem Mund der Antisemiten ein Hohn! Die Nazis sind nicht solidarisch mit den Menschen in den palästinensischen Gebieten, sondern instrumentalisieren diese für ihren Antisemitismus“.

Besonders perfide am Statement der Münchner SPD ist aber, wie dabei das Schwert wieder gegen die Israelis zurückgedreht wird, anstatt im Angesicht von Nazis wenigstens einmal solidarisch mit dem Judenstaat zu sein. Zudem sind die besagten Gebiete mit denen da Solidarität geübt werden könnte wohlgemerkt Gebiete, die ganz offiziel das Ziel anstreben, kein Jude solle seinen Fuß mehr darauf setzen. Und dieses Ziel ist überall heute schon erreicht, wo palästinensische Autoritäten das Sagen haben. Die Solidarität der Rechtsextremen ist demnach durchaus glaubhaft und überhaupt nicht perfide. Diese können auf eine lange Tradition zurückblicken, denn schon die NSDAP schmiedete ein enges Band mit den palästinensischen Autoritäten gegen die Jüdinnen und Juden im ehemaligen Kolonialdistrikt Palästina.

Die Demonstration „Israel – wir stehen an deiner Seite“ am 25. November in München war hingegen ein Lichtblick. Zirka 800 Menschen nahmen daran teil, während die Süddeutsche Zeitung von nur 300 Teilnehmenden berichtete.

Ungebetene Gäste auf Anti-Hamas-Demonstration
Einziger Wermutstropfen: Unter die Teilnehmenden mischten sich Funktionäre des rechten Portals „PI-News“ und der rechtspopulistischen Kleinstpartei „Die Freiheit“ um Michael Stürzenberger. Stürzenberger sieht Israel als Speerspitze im Kampf gegen den Islam. Damit tut er nicht nur Israel und in etwa einer Million muslimischen Israelis unrecht. Mit seinem Erscheinen schadete er auch den Initiatoren – wie beispielsweise der Israelitischen Kultusgemeinde –, die auf eine gute Beziehung zu muslimischen Verbänden in Deutschland hohen Wert legen. Auf dem Portal „Scharf Links“ erschien dazu ein kritischer Beitrag von „Bürgerinnen und Bürger gegen die extreme Rechte“.

Nur wenige Tage zuvor hatte die Partei „Die Freiheit“ beim sogenannten „Volkstrauertag“ mit einer antisemitschen Entgleisung aufgewartet: „Guckt mal, der Jude aus Israel ist gekommen, die Merkel hat ihn umarmt und geküsst. Und er hat gleich gesagt, das deutsche Volk muss noch zweihundert Jahre zahlen für den zweiten Weltkrieg“, polterte eine Rednerin auf der Veranstaltung der Partei „Die Freiheit“ in Berlin. Und auch beim bayerischen Parteichef Stürzenberger hört die Solidarität mit Jüdinnen und Juden spätestens bei der Vorhautfrage auf.

Spaltung for teh win!
Auf der Veranstaltung „Israel – wir stehen an deiner Seite“ in München hat außerdem die neue „Gruppe Kir Royal [Critica da Monaco]“ ein Flugblatt mit der Überschrift „Für Israel – gegen die antisemitische Internationale!“ verteilt. Die Gruppe ist der größere Teil der mittlerweile zum Erliegen gekommenen „gruppe monaco /// verein freier menschen (ao)“.

Westend: Gentrification-Class fertig mit den Nerven

Dass Kritik an konkreten „Gentrifizierern“ dumm sein kann, haben wir bereits dargestellt. Dass die Betreibenden der neuen Läden deshalb nicht unbedingt große Lichter sind, kommt jetzt. Achtung, echte Gefühle!

liebe westendler (& -lovers)

diese email leite ich gerne weiter, bevor es endgültig heißt WESTEND SUCKS! das tut es irgendwo nämlich, boring, boring, boring, und ich rede nicht von gentrifizierung!
die wenigen, die wir uns bemühen aus diesem viertel was zu machen, schaffen es natürlich nur, wenn IHR mitmacht.
kauft bitte, soweit möglich, im viertel ein, geht im viertel aus und zieht eure freunde zu uns ins westend.
die wenigen geschäfte und läden hier haben`s sehr schwer, aber sie sind nur für euch da!
man könnte mit seinem laden ebenso in der türkenstr. sitzen – die mietpreise sind mittlerweile identisch-, aber wir wollen dieses viertel beleben und lebenswert machen, für uns und für euch!
nehmt bitte die veranstaltungen und bemühungen der aktiven wahr, wenn ihr könnt. siehe unten: fritz´s modedisco ist genial!

vielen dank.

mfg,

xxx

aus dem xxx

Beherzte Reaktion der Betreiberin einer modischen Kaffeebude auf den Veranstaltungshinweis „Modedisco im Neodorn Store“.