TV-Tipp: Das zerrissene Leben – Zwischen Heimat und Emigration

Der Dokumentarfilm von Eva König und Michael Krawczyk erinnert an die Vertreibung der jüdischen Mitbürger aus München ab 1933. Die beiden haben in den Vereinigen Staaten, in Großbritannien und Israel Zeitzeugen und deren Nachkommen interviewt.


Der nationalsozialistische „Stürmer“ kommentiert die Zerstörung der ehemaligen Hauptsynagoge 1938.

Bereits im Januar 1933 war es in den Straßen Münchens zu antisemitischen Pogromen gekommen. Mit den gegen die jüdische Bevölkerung gerichteten Boykottaktionen und Berufsverboten institutionalisierten die Nationalsozialisten den Terror in den folgenden Monaten. Ihr von Anfang an erklärtes Ziel: ein „judenfreies“ Deutschland. München als künftige „Hauptstadt der Bewegung“ diente dabei als Blaupause für die Ausgrenzung, die Ausplünderung und die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung; allesamt Vorstufen des ab 1942 systematisch durchgeführten Massenmordes an den europäischen Jüdinnen und Juden.

Eva Königs und Michael Krawczyks Dokumentarfilm „Das zerrissene Leben“ wird am Samstag, dem 26. Januar, erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Die beiden haben in den Vereinigen Staaten, in Großbritannien und Israel Nachkommen interviewt und mit Zeitzeugen gesprochen, die zwischen 1934 und 1946 München verlassen haben.

Samstag, dem 26. Januar, BR, 22.00 Uhr