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Am 29. April 1945 befreite die US-Armee, angeführt von Colonel Felix Sparks, die Überlebenden aus dem Konzentrationslager Dachau. Ihm und seinen Leuten gilt am Tag der Befreiung unser besonderer Dank.

Es werde ein Lager errichtet, in dem Kommunisten, Sozialdemokraten und andere vermeintlich Arbeitsscheue ordentlich arbeiten lernen sollen, gaben zahlreiche Münchner Zeitungen im März 1933 bekannt. Bald sprach sich herum, dass die Häftlinge der Brutalität ihrer Bewacher ausgeliefert waren, im KZ-Dachau gefoltert und getötet werden. Die Münchnerinnen und Münchner nahmens gelassen, ihrem Komiker Karl Valentin war es allenfalls Anlass für derbe Spassetteln. Mit der Vertreibung und Ermordung der Intelligenz Münchens – die nicht annähernd zurückgekehrt ist – verschlechterten sich die Chancen der Lagerinsassen zusätzlich. Wie der geordnete, jahrelange Massenmord ungehindert fortschreiten konnte, ist bis heute nicht zu begreifen. Von den mindestens 200.000 Häftlingen überlebten 41.500 die Zwangsarbeit bis zum 29. April 1945 nicht. Klar ist bislang nur, wer das Leiden beendet hat. Es war Colonel Felix Sparks aus Texas. Er führte sein US-Battalion bis nach Dachau. Ihm und seinen Leuten gilt am Tag der Befreiung des KZ-Dachau unser besonderer Dank.