Micha Brumliks neue (?) Freunde

Micha Brumliks Beitrag „Plan B“ in der Konkret-Ausgabe vom Juli wurde zurecht wortgewaltig kritisiert. Aber offenbar konnte der Publizist damit neue Herzen für sich gewinnen. Für Ende Oktober kündigt Pax Christi München eine Veranstaltung mit ihm an. Gewöhnlich machen die christlichen Friedensaktivisten vor allem mit einer antiisraelischen Obsttütenaktion von sich Reden.

So schnell steckt man drin im Sumpf. „Politik und Religion in Israel“ heißt der Vortrag, für den Brumlik voraussichtlich am 22. Oktober in die Evangelische Stadtakademie nach München kommen wird. Dabei soll die anmaßende Frage erörtert werden, ob „Israel ein jüdischer Staat, der Staat der Juden oder ein Staat all seiner Bürger sein soll“. Beworben wird die Veranstaltung von Pax Christi München. Der katholische Verband innerhalb der Friedensbewegung geht seit geraumer Zeit mit seiner israelfeindliche Kampagne „Besatzung schmeckt bitter“ hausieren. Die Kampagne ist zwar auch intern nicht unumstritten, aber sicher nicht in der Münchner Fraktion von Pax Christi.

Ebenfalls referiert an diesem Abend Reiner Bernstein. Der „Historiker“ könnte als weichgespühlte Variante seiner ständigen Begleiterin Judith Bernstein beschrieben werden. Diese ist verantwortlich für die sogenannte „Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe“, in der man dann besonders gerne gesehen ist, wenn man – wie Judith Bernstein – Beiträge von Norman Paech, Fuad Hamdan oder Magdi Gohari schätzt. Damit hat sich Brumlik einen neuen Sympathisanten-Kreis erarbeitet – von dem er vielleicht nie wirklich so weit entfernt war.