Termine im Mai: The Good, the Bad and the Ugly

Ob Schulze-Marmeling über den FC Bayern, Karl Pfeifer zu seinem neuen Buch, Alex Gruber über Heidegger oder ein Bündnis gegen homosexuellenfeindliche Schnösel – in den kommenden Tagen und Wochen gibt es interessante Termine. Und die antiisraelischen Knalltüten treffen sich auch – in der Fußgängerzone und im Gewerkschaftshaus.

The Good

06. Mai: Vortrag: „Schrecklicher Verdacht: War Heidegger Antisemit?“ mit Alex Gruber im Salon Irkutsk
Es spricht Alex Gruber (Wien), Redakteur von sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik und Mitherausgeber des Buches Gegenaufklärung. Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft.

10. Mai: Kundgebung gegen Homophobie anlässlich des Marsches der „Besorgten Eltern“
Am 10. Mai ruft der Verband „Besorgte Eltern“ zu einer sogenannten „Demo für alle“ auf. Ganz im Gegenteil zum Namen soll damit in München Hass gegen verschiedene sexuelle Lebensentwürfe geschürt werden. Deshalb findet am selben Tag eine Gegenkundgebung um 13:30 Uhr am Reiterdenkmal am Odeonsplatz statt. Unterstützt wird der Aufruf von einem breiten Bündnis – von Linksjugend bis CSU, von der Israelitistischen Kultusgemeinde bis zum Katholikenrat.

11. Mai: Buchvorstellung: „Einmal Palästina und zurück“ mit Karl Pfeifer im Jüdischen Gemeindezentrum
Am Sonntag, dem 11. Mai, wird der Journalist und Shoa-Überlebende Karl Pfeifer sein neues Buch „Einmal Palästina und zurück – ein jüdischer Lebensweg“ in München vorstellen. Im Buch beschreibt der Autor unter anderem seine Kindheitsjahre in Europa und wie er die Staatsgründung Israels erlebte.

20. Mai: Vortrag: Der FC Bayern und der Antisemitismus – Vom Aufstieg und der Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur
In den Jahren der Weimarer Republik gehörte der FC Bayern zur Avantgarde des deutschen Fußballs. Die „Nazifizierung“ des FC Bayern verlief schleppend und holperig. Mit dem Verfolgten des NS-Regimes an der Spitze, präsentierte sich der Klub nach 1945 den Alliierten und der neuen Stadtregierung als glaubwürdiger und zuverlässiger Partner beim Neuaufbau der Demokratie in Deutschland. Vortrag mit Dietrich Schulze-Marmeling

20. Mai: Legenden, Mythen, Geschichten von Vertreibung im deutschen Erinnern.
Warum wird gerade jetzt das Thema “Vertreibung” wieder aufgerollt? An welche erinnerungspolitischen Debatten wird angeknüpft und wie wird darin die Geschichte der Vertreibung umgedeutet und instrumentalisiert? Welche Interessengruppen benutzen dieses Thema, um die Kriegsschuld Deutschlands und den Holocaust zu relativieren? Vortrag von Eva Hahn im Gewerkschaftshaus.

The Bad and the Ugly

14. Mai: Lesung: „Die ethnische Säuberung Palästinas“ –
Ein antiisraelisches Hörstück von Jürgen Jung („Salam Shalom“) + Beate Himmelstoß (Sprecherin) im „EineWeltHaus“ (EWH). Anlässlich dieser Veranstaltung fand letztes Jahr eine Kundgebung vor dem EWH statt. Jürgen Jung bezeichnete die Kundgebung im Nachgang als „Wolfrudel“.

15. – 17. Mai: Nakba-Ausstellung in der Fußgängerzone
Die von vielen Seiten als antisemitisch bezeichnete „Nakba-Ausstellung“ soll zwischen dem 15. und 17. Mai jeweils von 14 bis 20 Uhr am Richard-Strauß-Brunnen zu sehen sein. Als Veranstalterinnen treten die Palästinensische Landsmannschaft Gemeinde München sowie weitere Organisationen des Palästina „Koordinierungskreises“ auf.

23. Mai: „Keine Hoffnung für Palästina?
Vortrag und Buchvorstellung mit der Hamas-Versteherin Helga Baumgarten im Gewerkschaftshaus. Veranstalter ist der antizionistische Verein „Salam Shalom“.