Tag-Archiv für 'palästina-tage'

Zum Elend der antifaschistischen Stadtpolitik

Eine Randbemerkung.

Münchens neue antifaschistische Touristenattraktion: das NS-Dokumentationszentrum(Foto: CC)

Die hässlichsten unter den Antisemiten sind zumeist die, die vorgeben, aus der deutschen Geschichte gelernt zu haben. In der Regel ist das Erlernte nur eines: Gestern waren die Juden die Juden, heute sind die Juden die Nazis. Zu den Lehrmeistern dieser Erkenntnis gehört der Chef des Münchner „Palästina Komitees“, Fuad Hamdan. „Herrenmenschenvolk … hatten wir schon einmal“, schrieb der Mitgründer des Kulturzentrums Eine-Welt-Haus diesen Mai auf seinem öffentlichen Facebook-Profil mit Verweis auf Soldaten des jüdischen Staates. Kein Einzelfall: „Ein Herrenmenschenvolk braucht Lebensraum im Osten – Israels Großmachtpolitik im Nahen Osten“, lautete schon 2001 ein Veranstaltungstitel im Eine-Welt-Haus – mit Hamdan als Referenten.

Dass diese Form des NS-Vergleiches Ausdruck einer antisemitischen Gesinnung ist, steht außer Frage. Schäbig ist, dass die Stadt München diesen Leuten nicht nur nicht entgegentritt, sondern sie nachgerade fördert. Im städtisch finanzierten Eine-Welt-Haus bekleidet Hamdan zwar kein offizielles Amt mehr, gilt aber weiterhin als graue Eminenz der Einrichtung. Er veranstaltet in wenigen Wochen die alljährlichen sowie durchweg antizionistischen „Palästina Tage“ – mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek und des Münchner Kulturreferats.

So sieht der Münchner Antifaschismus 2015 nämlich aus. Sich gegenseitig bei der Eröffnung des neuen Nazi-Museums stolz auf die Schulter klopfen, während man Antisemiten die Gelder zusteckt, Treitschke einen guten Mann sein lässt und voraussichtlich die unwürdigen Stolpersteine entgegen der Kritik der Israelitische Kultusgemeinde im Stadtrat durchdrücken wird. Es ist und bleibt ein Elend.

Tumult im Gasteig: Jüdische Studierende lassen sich den Mund nicht verbieten

Beim Auftritt der arabischen Knesset-Abgeordneten Haneen Zoabi im Münchner Gasteig kam es am Freitag zu tumultartigen Szenen. Der „Verband Jüdischer Studenten in Bayern“ hatte zuvor Proteste angekündigt. Ein parteiisches Protokoll des Abends:

„Wieso darf ich hier nicht fotografieren? Haben sie etwas zu verbergen?“, beschwert sich ein Fotograf, als er kurz vor Beginn der Veranstaltung Hausverbot erteilt bekommt. Das kenne er ansonsten nur von der NPD, kommentiert er seinen Rauswurf aus dem städtischen Kulturzentrum. Der große Saal im Münchner Gasteig ist ausverkauft, eine Journalistin des Bayerischen Rundfunks schneidet mit. Der „Verband Jüdischer Studenten in Bayern“ hatte im Vorfeld eine Pressemitteilung verfasst und Proteste gegen Zoabi angekündigt. Tatsächlich sind junge Menschen im Publikum, was für Veranstaltungen im Rahmen der „Palästina Tage“ ungewöhnlich ist. Fuad Hamdan vom „Palästina Komitee“ eröffnet den Abend mit Danksagungen an die Petra Kelly Stiftung und an das Münchner Kulturreferat für deren freundliche Unterstützung. Lange Zeit habe die andere (Anm.: jüdische) Seite in Deutschland ein „ziemliches Monopol auf Meinung“ gehabt, das ändere sich aber allmählich, so Hamdan einleitend.

Wie der Staat zum Heimatland kam und was er sodann sprach
Zoabi hält einen zirka einstündigen Vortrag, der sich um den Zustand der Demokratie in Israel rankt. Laut Zoabi geht ein jüdischer Staat und ein demokratischer Staat nicht zusammen, da eine jüdische Bevölkerungsmehrheit nur mit undemokratischen Mitteln durchgesetzt werden könne. Die arabischen Israelis seien die besten Indikatoren, an denen die Demokratie in Israel gemessen werden muss. Der jüdische Staat kenne aber nur zwei Gesetzmäßigkeiten: „Maximal Land mit minimal Palästinensern“. Die „Vertreibung der Palästinenser“ wird von Zoabi einerseits als ein kontinuierlicher Prozess beschrieben, der von 1948 bis heute andauere, andererseits versuche Israel, die israelischen Araberinnen und Araber vom „Palästinensischen Volk“ zu separieren, indem der Staat ihnen ihre „Identität als Palästinenser“ nehme. Sie schließt ihren Vortrag mit: „Israel ist ein rassistischer Staat per Definition, mit dem wir uns nicht versöhnen können. Es ist ein Staat, der zu meinem Heimatland kam und gesagt hat, das ist das Land der Juden.“ Das Publikum goutiert den Vortrag mit lautem Beifall.

Der „politische Terrorismus“ der jüdischen Studierenden
Die zirka ebenfalls einstündige Debatte ist vorerst geprägt von Fragen der jüdischen Studierenden im Publikum, die einer vorsichtigen Schätzung nach in etwa zu zwanzigst erschienen sind. Schon ihre ersten Fragen an die Referentin kommentiert das Publikum mit Gelächter und Zwischenrufen. Zoabi weigert sich, manche Fragen zu beantworten. Auf die Frage beispielsweise, wie sie über das gleichberechtigende Vorhaben denke, dass in Zukunft alle Israelis – also auch alle arabischen Israelis – Militärdienst leisten sollen, gibt die Referentin keine Antwort. Das Ignorieren der Fragen erregt den Unmut der Studierenden. Gleichsam steigert sich Zoabi, die mittlerweile Teile ihres Kostüms von sich geworfen hat, immer stärker in die Verbalradikalität: „Schritt für Schritt wird Israel weniger demokratisch, Schritt für Schritt wird Israel immer faschistischer!“ ruft sie und reagiert auf den folgenden kritischen Zwischenruf einer Studentin harsch mit: „Du bist auch eine faschistische Person!“ Die strafrechtlich relevante öffentliche Beleidigung führt nicht zu einer Zurechtweisung Zoabis. Es folgen Forderungen aus dem Publikum, die Studentin solle unverzüglich den Raum verlassen. „Das ist ein Indikator für politischen Terrorismus! Was sie hier machen, ist ein tägliches Beispiel in der Knesset“, wirft Zoabi den Studierenden an den Kopf.

Vom Haupt- und Nebenterrorismus
Der laute Applaus des Publikums treibt die Knesset-Abgeordnete weiter an: „Es ist so hässlich, Gaza zu bombardieren […] und zu behaupten, die Hamas sei eine terroristische Vereinigung. Der Hauptterrorismus in der Region ist die israelische Politik und die Besatzung“, sagt sie. Ihre Stimme hat sich mittlerweile schrill gefärbt, auf dem Stuhl hält es Zoabi schon länger nicht mehr. Den Zwischenrufen der Studierenden, die diese und ähnliche Aussagen nicht unkommentiert im Raum stehen lassen wollen, wird seitens des Publikums mit „Seien Sie ruhig da oben!“, „Halt die Klappe!“, „Ruhe!“, „Keiner will sie hören!“, „Raus!“ oder krachledern mit „Hoit amoi dei Mei!“ begegnet. Doch die Studierenden sind nicht still.

Zur deutschen demokratischen Pflicht
Zoabi weicht vielen der Fragen aus und berichtet stattdessen von einem Vorhaben. Israel möchte 800.000 Beduinen aus der Negev-Wüste „konfiszieren“, um sie zu „konzentrieren – erinnern sie sich – zu konzentrieren! In einem speziellen Gebiet.“ Nach der deutlichen Anspielung auf die nationalsozialistischen Konzentrationslager wirf ein Besucher ein, Zoabi solle doch gleich aussprechen, dass sie die Israelis für die neuen Nazis halte. Zoabi: „Israel betreibt eine rassistische und faschistische Politik, das ist die richtige Beschreibung.“ Dann gibt sie dem Publikum noch einen Rat in Sachen Antisemitismus mit auf den Weg:

„Eure Pflicht als Europäer, als Deutsche, ist, nicht auf die politische Erpressung einzugehen. Wann immer ihr die Unterdrückung oder Besatzung der Israelis kritisiert, dann nennen sie euch antisemitisch. Genauso machen sie es in Israel auch. Das Wichtigste ist, nicht darauf einzugehen. Seid nicht empfindlich! Das ist eure Pflicht gegenüber der Demokratie!“

Der seltsame Apartheidstaat
Ein jüdischer Student steht auf, hält ein Plakat mit einer Abbildung von Salim Joubran hoch und sagt: „Ich nehme mir jetzt das Recht raus, hier zu sprechen. Sie bezeichnen Israel als rassistischen Staat? Das ist Salim Joubran. Er ist Richter am obersten Gericht in Israel!“ Eine weitere Studentin steht auf und zeigt ebenfalls ein Plakat: „Ich frage sie, kennen sie Nawaf Massalha? Er war stellvertretender Außenminister in Israel!“ Es folgen zirka acht weitere Plakate mit prominenten arabischen Persönlichkeiten aus israelischer Politik und Kultur. Es kommt zu tumultartigen Szenen. Das Publikum versucht, die Jüdinnen und Juden niederzubrüllen, einige springen auf und gestikulieren wild. Eine Frau singt immer wieder „Free, free Palestine!“ Zoabi filmt die Szene demonstrativ mit ihrem Smartphone ab. Die Protestierenden verlassen den Saal. Fuad Hamdan schickt ihnen hinterher: „Sie geben ein gutes Bild von ihrer Demokratie!“

Ein Resümee, das muss gesagt werden
Die Veranstaltung „Haneen Zoabi – eine Palästinenserin in der Knesset“ gab vor allem ein gutes Bild über den Zustand des Münchner Kulturreferats ab. Zur Münchner Kultur gehörte viele Jahrhunderte lang, nicht mit sondern über Jüdinnen und Juden zu sprechen und jede Dämonisierung jüdischer Gesellschaften gelten zu lassen. Die Förderung der „Palästina Tage“ durch die Stadt kann als Ausdruck eben dieser münchnerischen Kontinuität angesehen werden, die sich in den letzten Jahren wieder verstärkt Bahn bricht.

Weiterführendes:
Nachricht auf Ynetnews

VJSB kritisiert „Palästina Tage“

Wir dokumentieren eine Presseerklärung des Verbandes Jüdischer Studenten in Bayern (VJSB) hinsichtlich des Auftrittes von Haneen Zoabi heute Abend im Münchner Gasteig:

Am Donnerstag, 12. Juli 2012, hält Haneen Zoabi einen Vortrag im Rahmen der „Palästina Tage München 2012“. Die arabische Abgeordnete der Balad Partei im israelischen Parlament erhielt auf derselben Veranstaltung vor zwei Jahren viel Beifall als sie u.a. sagte: „Ziel ist nicht die Gleichberechtigung in Israel, sondern der Kampf gegen Israel … das Problem sind nicht die Grenzen von 1967, sondern die von 1948.“ Zoabi akzeptiert den Staat Israel nicht, weil dieser sich als jüdischer Staat verstehe und spricht von „politischem Rassismus“. Offen ruft sie zur Abschaffung des jüdischen Staates auf.

Die „Palästina Tage München 2012“ finden in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung und der Münchener Stadtbibliothek im Gasteig statt und werden vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert. Der Verband jüdischer Studenten in Bayern (VJSB) kritisiert, dass die Verantwortlichen eine offensichtlich propagandistisch und ideologisch motivierte Veranstaltung an so renommiertem Ort und mithilfe staatlicher Gelder stattfinden lassen. Der VJSB fordert die Vertreter der Gasteig München GmbH, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und der Petra-Kelly Stiftung auf, Stellung zu der israelfeindlichen Veranstaltung zu beziehen.

Hintergrund: Der Vorwurf des Rassismus gegenüber Israel ist absurd. Religion ist keine Rassen-Klassifizierung. In Israel leben europäische, orientalische und afrikanische Juden. Israel gewährt als einziger Staat im Nahen Osten allen religiösen Minderheiten selbstverständlich alle freiheitlich-demokratischen Rechte. Arabische Israelis sind in und für Israel als Botschafter, Richter, Generäle oder – wie Zoabi selbst – als demokratisch gewählte Mitglieder im israelischen Parlament tätig.

Mit ihrer Forderung nach der Abschaffung des jüdischen Staates ist Zoabi Teil einer Delegitimierungskampagne gegen Israel, die politisch versucht das Ziel zu erreichen, das der bewaffnete Terrorismus gegen Israel in mehr als sechs Jahrzehnten nicht geschafft hat: die Beseitigung der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes.

Weiterführendes:
Tumult im Gasteig: Jüdische Studierende lassen sich den Mund nicht verbieten

Israel richtig kritisieren lernen in nur zwei Wochen!

Wer Israel heute noch nicht richtig kritisieren kann, bekommt Gelegenheit. In den nächsten Tagen werden in München absolut neuartige Veranstaltungen und Seminare angeboten, heißes Material zu eben dem Lande, das man bisher nie öffentlich kritisieren durfte. Ein Ausblick auf das Kommende:


Hatte gut Lachen, weil er in Israelkritik firm war: der Hamas Gründer Ahmad Yasin

Die Fachveranstaltung „Filmemachen zwischen Tabu und Aufbruch“ im Rahmen des Münchner Filmfests am Samstag, den 07. Juli, bildet die Auftaktveranstaltung mit dem Dokumentarfilm „Knowledge is the beginning“ über Daniel Barenboim. Barenboim dirigierte knapp 20 Jahre bei den Bayreuther Feststpielen mit. Woody Allen sagte im Film „Manhatten Murder“ einmal: „Immer, wenn ich Wagner höre, überkommt mich das Bedürfnis, Polen zu überfallen.“ Hitler schreibt in „Mein Kampf“ tatsächlich, erst Richard Wagner habe ihn, Hitler, „entfesselt“. Der Dirigent Barenboim marschierte 2001 mit der Berliner Staatskapelle zwar nicht in Polen, aber immerhin in Israel ein und führte einen Opernteil von Richard Wagner auf, weshalb Barenboim in Israel sehr umstritten ist. 2005 zog es ihn mit einem neuen Orchester weiter nach Ramallah. 2008 erhielt er den Dresden-Preis für seinen „Einsatz für das palästinensische Volk.“ Der Dresden-Preis wird jährlich am „Jahrestag der Zerstörung Dresdens“ verliehen.

Lektion 1: Kein Feind sein, trotz „Israel-Lobby“
Am Nachmittag des 07. Juli folgt auf dem Münchner Filmfest das Werk „Defamation“ von Yoav Shamir. Die 2009 erschienene Dokumentation beweist unter Hinzunahme von Humorelementen, dass Antisemitismus kaum mehr existiert, es sich dabei mehrheitlich um einen Vorwurf zur Schärfung einer „politischen Waffe“ handeln muss, die sogar zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung heranzureifen droht, Jüdinnen und Juden tendenziell selbst Schuld an dem sind, was nicht existiert. Erinnerungen an die Shoa sind eine Überbetonung der Vergangenheit, ein Totenkult, der zur fanatischen Indoktrination ausartet. Dabei kommen Norman Finkelstein („Die Holocaust-Industrie“) sowie Mearsheimer und Walt („Die Israel-Lobby“) zu Wort, deren Werke zwar auch in rechtsradikalen Kreisen Hochkonjunktur haben, aber niemand hat behauptet, dass ein ordentlicher Tabubruch einfach ist.

Am Sonntag, den 08. Juli, wird der Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde gezeigt („Terra Media“). Die Münchner Filmproduktion „Terra Media“ befasst sich seit einigen Jahren mit Israel und ist dementsprechend eingearbeitet. Im Herbst 2012 wird der Film „Wo geht’s bitte nach Palästina?“ Premiere feiern. Zuvor produzierte „Terra Media“ u.a. die Streifen „Auf der Suche nach Frieden“, „Zwischen HipHop und Kalaschnikow“ und „Eines Tages werden wir zurückkehren“. Das Schlussgebet zum israelkritischen Seminar des Münchner Filmfests sprich „Filmpfarrer“ Eckart Bruchner, der auch die Gesamtleitung der Veranstaltung übernimmt und segnet. Als Veranstalterinnen treten darüber hinaus die Interfilm-Akademie in Zusammenarbeit mit den Landesmediendiensten Bayern und der Evangelischen Stadtakademie München auf.

Lektion 2: Verlorene Liebschaften und standhafte Mütter
Am Montag, den 09. Juli, liest Linda Benedikt aus ihrem Buch „Israel, a love that was: Die Geschichte einer Entzauberung“ vor. Die Autorin pendelt dabei „zwischen der luftigen Leichtigkeit Westjerusalems und der bleiernen Schwere der besetzten Gebiete“, kündigt die Einladung des Club Voltaires an. Der Club Voltaire bot Ende letzten Jahres dem Gaddafi-Bewunderer Fulvio Grimaldi ein Podium. Ebenfalls zu Gast war schon der Querfrontstratege Jürgen Elsässer. In ihrem Buch beschreibt Benedikt einer glaubwürdigen Rezension nach, warum ihre Liebe zu Israel verloren ging und sich in einen „unerträglichen bohrenden Schmerz“ verwandelte (von Hass wird nicht gesprochen).

Am Dienstag, den 10. Juli, gewähren die sogenannten „Palästina Tage“ im Münchner Gasteig weitere Einblicke ins Innenleben der Angelegenheit. Im Zentrum der „Palästina Tage“ steht 2012 laut Programm die „Standhaftigkeit“ der Palästinenserin an sich, Sumud, womit die palästinensische Frau die „zentrale Qualität des Widerstandes“ verkörpert. Im ersten Vortrag am 10. Juli („Frauen unter Besatzung“) wird Amal Krieshe beschreiben, wie seit der „Nakba“ (1948) die „traditionellen Aufgaben“ der arabischen Frau, die „Sorge für Familie und sozialen Zusammenhalt“, an Bedeutung zugenommen haben und sich andere „Aufgaben“ addierten, wie z.B. die „Beteiligung am Widerstand“. Diese Aufgabenanhäufung erzeugt in der patriarchalischen Gesellschaft nämlich „Probleme“, die von der „israelischen Besatzungsmacht“ gnadenlos „instrumentalisiert“ werden. Am Donnerstag, den 12. Juli, referiert im Gasteig Haneen Zoabi, die Israel in einem Palästina aufgelöst sehen möchte und sagt, die Deutschen werden „von Israel mit dem Holocaust erpreßt“.

Lektion 3: The good, the bad and the ugly
Am Freitagmittag des 13. Julis haben Münchnerinnen und Münchner wieder die Gelegenheit, die notorische Mahnwache der „Frauen in Schwarz“ am Rotkreuzplatz zu besuchen, um für ein „Ende der Besatzung“ und „für gerechten Frieden im Nahen Osten“ einzutreten. Die Veranstalterin Christa Ortmann weiß auch Anworten darauf zu geben, warum „Juden und Israelis es nötig [haben], immer und überall Antisemitismus zu wittern.“ Zur Abrundung des Tages wird am Abend des 13. Julis im Münchner Gasteig der Film „Budrus“ vorgeführt, der friedliche Demonstrationen zeigt, da „noch immer viel zu viel vages Gerede über die Militanz und Gewaltbereitschaft der Palästinenser“ herrscht, erklärt die Produzentin Julia Bacha. Die „Palästina Tage“ sind eine Veranstaltung des „Palästina Komitees“ und der „Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe“ in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek, gefördert durch das Kulturreferat München. Die Vorträge „Die Madres von Tulkarem“ am Dienstag, den 17. Juli, und „Eine Frau in Gaza“ am Donnerstag, den 19. Juli, wird der aufmerksame Gast der vorangegangenen Veranstaltungen wohl nicht mehr benötigen, um sich einen gereiften Eindruck von Israel zu machen.

Sie sollten bis dahin bereits gelernt haben: Die Israelis und ihre jüdischen Vertretungen im Ausland betreiben einen Totenkult mit dem Holocaust und halten insbesondere die Deutschen damit fest im Griff, um vor den Augen der Weltöffentlichkeit ihre Schreckensherrschaft über die palästinensischen Araber auszuüben, wovon jeder mit jedem jemals existierenden Olivenbaum in Ex-Palästina eine transzendale Beziehung pflegt. Selbst die (Deutschen), die Israel einst geliebt haben, fühlen deswegen schon einen bohrenden Schmerz. Da ist den Israelis nicht einmal mehr mit Richard Wagner sondern nur mit dem Kampf standhafter Araberinnen beizukommen, die Familie und friedfertige Widerstandsaufgaben geschickt unter ein Kopftuch bringen.

Frauenpower aus der palästinensischen Volksküche

Bei den „Palästina Tagen 2012″ sollen diesmal offenbar mehr Frauen zu Wort kommen. Doch die werden wenig anderes zu sagen haben als die Männer.


Frauen- und Kinderblock auf einer Demonstration in Berlin 2004

Das „Palästina Komitee München“ gründete sich zum Libanon-Krieg 1982. Die Veranstaltungen des Komitees, wozu auch die alljährlichen „Palästina Tage“ zählen, wurden von Anfang an auf deutsche Befindlichkeiten hin zugeschnitten. Endlich könne man – so die Gründer damals – es in der „deutschen Öffentlichkeit wagen, Israel gegenüber Kritik zu üben.“ Eine Veranstaltung mit dem Titel „Dürfen Deutsche Israel kritisieren?“ legte das Komitee demonstrativ auf einen 09. November. An der Haltung der Macher hat sich bis heute wenig geändert, Demonstrationsaufrufe kommen aktuell nicht weniger radikal daher, als zu Zeiten der Intifada. München hingegen hat sich gewandelt. Während man den „Palästina Tagen“ in der alten BRD tendenziell noch die Hinterzimmer zuwies, finden sie heute in städtischen Einrichtungen statt. 2010 unterstützte die renommierte Hip-Hop-Kombo „Blumentopf“ die Veranstaltung.

Palästina und Deutschland – Opfer des israelischen Faschismus
Dieses Jahr wird Haneen Zoabi mit ihrem Vortrag „Gleiche Rechte für alle Bürger“ erscheinen. Die vermeintliche Frauenrechtlerin spricht in einem aktuellen Interview von einem Israel, das „immer ein rassistischer Staat“ gewesen und seit zwei Jahren im Faschismus angekommen sei. Zoabi ist arabische Abgeordnete in der Knesset, hat 2010 bei der Gaza-Flottille teilgenommen und verlässt während der israelischen Nationalhymne regelmäßig demonstrativ das Parlament. Ein seltsamer Faschismus ist das, wo ein solches Verhalten nicht zur Ermordung oder wenigsten zum parlamentarischen Rauswurf führt. Für das deutsche Publikum hat Zoabi Bauchpinsel im Gepäck. Die Deutschen würden von Israel mit dem Holocaust erpresst“, sagt Zoabi und kann sich damit schon jetzt des Applauses im Münchner Gasteig sicher sein.

Einen weiteren Vortrag, „Eine Frau in Gaza“, hält voraussichtlich Nesreen Abosultan. Laut Ankündigungstext der Betriebswirtin aus Gaza scheint es sich um eine Frauenperspektive zu drehen. Ihr Twitter-Account aber zeigt unzählige arabische Tweets, allein in dem letzten zwei Monaten, die nicht gerade einer emanzipierte Haltung und vor allem Männern das Wort reden. Da ist von einem Hungerstreik der „besten Söhne des palästinensischen Volkes“, den „gefangenen Helden in zionistischen Gefängnissen“ die Rede, die sich in einem Zuständ der „ständige Intifada“ befänden. Es gelte die Parole „Sieg oder Tod!“

Emanzipation als Farce
Es wird der viel prämierte Film „Budrus“ gezeigt, eine Dokumentation über gemischtgeschlechtliche sowie gewaltfreie Demonstrationen vom „Volkskomitee“ des Dorfes Budrus gegen den israelischen Sicherheitszaun. Damit soll der Regisseurin Julia Bacha nach deutlich werden, wie der Widerstand „tatsächlich“ aussähe. Es herrsche ihrer Ansicht nach „noch immer viel zu viel vages Gerede über die Militanz und Gewaltbereitschaft der Palästinenser.“ Dass Bomben regelmäßig, Raketen mindestens wöchentlich und Steine täglich in Israel hoch- bzw. auf Israel niedergehen, wird dabei ausgespart. Das Hamas Mitglied Ahmed Awwad sieht die Demonstrationen in Budrus pragmatischer: „Die Gewaltfreiheit ist das am besten geeignete strategische Werkzeug, um die Ziele des Dorfes zu erreichen.“

Mit „geeignetes strategisches Werkzeug“ lassen sich auch die „Palästina Tage“ in München 2012 gut beschreiben. Sie sind auf das deutsche Ohr abgestimmt: Tränendrüse und Wohlfühlwiderstand. Offenbar sollen dieses Jahr immerhin mehr Frauen zu Wort kommen. Allerdings wenden sich diese Frauen nicht gegen das Patriarchat, sondern argumentieren nach dem Motto: Jüdinnen und Juden sind der arabischen Frau Unglück. „Palästina“ wird dabei als weibliche Negativfolie allem vermeintlich Jüdischen entgegen gehalten, bekommt die Rolle der perfekten ideellen Gesamt-Antijüdin zugewiesen. So wie viele arabische Kommunisten in und um Israel keine Klassen mehr kennen wollen, wenn es gegen Israel geht, sind diese Frauen nicht fähig, das antisemitische Ressentiment abzustreifen und ihre Interessen als Frauen gegen das Ganze zu vertreten. Auf einen Kommentar einer der queer- bzw. feministischen Gruppen in München zu den sich feministisch gebenden „Palästina Tagen“ 2012 hofft erwartungsvoll Schlamassel Muc.

Weiterführendes
Programm der kommenden „Palästina Tage“ im Kalender oder in der rechten Spalte (NoGo! PT)

Da Arabian MC’s und Da Munich MC’s im Gleichschritt

Am 1. Juli trat die israelische Gruppe DAM im Rahmen der „Palästina-Tage 2010“ auf. DavidP von Main Concept und Bernhard Wunderlich von Blumentopf unterstützten sie dabei – auf der Bühne und auf dem Podium. Ein parteiisches Protokoll des Abends

Der Raum im Ampere (Muffatwerk) ist gut gefüllt. Es läuft der Film Slingshot Hip Hop, eine propagandistisch aufgemachte Dokumentation über die ersten arabischen Rapper. Zu meiner Rechten sitzt eine Mutter mit ihren Kindern am Boden. Sie übersetzt die englischen Untertitel des Films simultan ins Deutsche. Die Karte Israels wird eingeblendet: „Guckt, das alles haben sie den Palästinensern weggenommen“, kommentiert sie das Bild. Die Kinder zeigen wenig Interesse, sind zwei Szenen später im Biergarten spielen. Der Film schließt mit einem arabischen Hip Hop Stück ab, dessen letzte Zeile wiederum auf Allahu Akbar endet. Das Auditorium spendet Beifall. Einzelne johlen bis weit in den Abspann hinein.

Es findet sich das angekündigte Podium ein, um „Über Hip Hop zwischen ‚weiten Hosen‘, ‚Edutainment‘ und Protest“ zu sprechen. Daniel Köhler, ein Moderator des BR-online Senders On3, moderiert. Er schickt der Debatte voraus, dass Israel und Palästina „untrennbar miteinander verbunden“ seien und gibt zu bedenken, dass auf dem Podium keine Politiker, sondern Musiker Platz fänden – was in diesem Zusammenhang wie eine Bitte anklingt, nicht jeden der folgenden Sätze auf die Goldwaage zu legen. Doch ich bin mir sicher, eine Goldwaage wird gar nicht nötig sein.

Der Weisheit letzter Schluss


Bernhard Wunderlich (Blumentopf) DavidP (Main Concept)

David von Main Concept erzählt über sich, er werde immer als politischer Rapper bezeichnet, sei aber einfach nur ein Rapper. Er sammle Wissen und teile seine Weisheit mit anderen. Seltsam, dass ich der Einzige im Raum bin, der lachen muss, als David von seiner Weisheit spricht. Wer über kein politisches Wissen verfüge, der habe auch kein Recht sich zu beschweren, sagt David. Das dafür nötige Wissen entnimmt er aus Überzeugung nicht den Zeitungen, denn diesen glaubt er nicht. Er betont vielmehr, Wert darauf zu legen, mit den Menschen selbst zu sprechen.

Bei seinen zwischenmenschlichen Erkundungen hat David Folgendes herausgefunden: Sein „Feind“ ist keine Personengruppe, sondern eine abstrakte Personengruppe, namentlich die Triple Sixers (Anm.: ein aus dem Christentum entlehnter Slangausdruck für böse Menschen). Die Triple Sixers wollen uns kontrollieren und einer Gehirnwäsche unterziehen, mahnt David. Nach seinen Ausführungen – die vielmehr auf einen Hang zu Verschwörungstheorien und blumige Sprache, als auf ein reflektiertes Weltbild schließen lassen – kommt David dann zum Schluss, es sei keine Revolution, sondern eine Evolution nötig, da das allgemeine Problem mit dem menschlichen Verhalten zusammen hinge.

Berhard Wunderlich: „in was für einem Paradies wir hier leben“
Bernhard von Blumentopf gibt sich in der Diskussion deutsch und staatstragend. Es fehlt eigentlich nurmehr, dass er rechterhand die deutsche Fahne hisst und linkerhand die Israelfahne taggt. Zu allererst betont Bernhard, dass sich die dargestellten Szenen des antiisraelischen Propagandastreifens Slingshot Hip Hop vollends mit seinen Erfahrungen decken. Bei seiner Reise im Auftrag des Goethe-Instituts im Jahre 2006 hätte er erlebt, wie selbst ein Mitarbeiter des Goethe-Instituts – der Diplomatenstatus habe – vier Stunden brauchte, um von Ramallah nach Bethlehem zu gelangen. Stark beeindruckend sei er gewesen, als er mit eigenen Augen sah, wie die Menschen mit den Restriktionen umgingen, die „wir von unserem Land hier nicht gewohnt sind“, erklärt Bernhard. (Anm.: Die Restriktionen in Deutschland mag Bernhard deshalb nicht gewohnt sein, weil das Goethe-Institut gerade keine Führungen durch die deutschen Abschiebelager anbietet und auch die Lager vor den Europäischen Außengrenzen – die krasses Zeugnis auch des deutschen Rassismus sind – stehen nicht im Programmheft).

Der Moderator fragt Bernhard, ob er nach seinem Palästinabesuch nun stärker Kritik an Israel übt. Das verneint Bernhard. Diese Reise sei, fügt er hinzu, ihm nur ein Realitätsabgleich gewesen, der ihm wieder vor Augen führte „in was für einem Paradies wir hier leben“. Wir sollten uns wieder mehr über die Vorteile bewusst werden, die es mit sich bringt, in Deutschland geboren zu sein, so Bernhard.

Tamer Nafar: „Für Palästina, Für Deutschland!“

Daniel Köhler, Tamer Nafer, Berhard Wunderlich

Unser Song „Who is the terrorist“ war das „Wasser für alle, die seit Jahren in einem Meer von Tränen schwimmen“, schwärmt Tamer von sich und seiner Band, Da Arabian MC’s (DAM). Sie hätten auch schon Repressionen erfahren. Die Polizei drehte seiner Band einmal den Saft ab. Seine Verantwortung als Mensch sei, so Tamer, sich für Gaza verantwortlich zu zeigen. Viele Menschen in Deutschland sind nach Tamers Ansicht der Meinung, Palästina sei weit weg, man müsse nichts tun. Aber vielleicht – gibt Tamer zu Bedenken – ist Deutschland in 2000 Jahren in der selben Situation wie jetzt Palästina. Tamer versichert, er würde dann auch helfen. Er beendet den Satz mit „für Palästina, für Deutschland“. Danke Tamar, aber dein Hilfsangebot kommt etwas spät. Die „Judenfrage“ stand in Deutschland vor 70 Jahren auf der Agenda.

Der Moderator bittet das Publikum um Fragen. Ein Mann mit weiten Hosen erkundigt sich bei Bernhard, ob er denn auf seiner Reise durch den Nahen Osten „irgendwie zionistisch beeinflusst“ worden sei, sein Konzert in Palästina ein arabisches, oder ein politisch gewolltes war. Ein weiterer Mann mit weiten Hosen bemängelt, dass viele Rapper nur über ihr Ghetto sprächen, aber sich nicht mit den „Drahziehern“ befassten. Die letzte Frage aus dem Publikum kommt von einer Frau und ich erkenne sie wieder. Es ist die Mutter, die zu Anfangs ihren Kindern den Film simultan übersetzte. Sie richtet eine Frage an Tamer, die da lautet:

Es geht nicht um schwarz und weiß, es geht um falsch oder richtig. Wie fühlst Du wirklich Tamer? Weil ich fühle, Israel ist illegal. Es ist illegal, es ist geisteskrank, es ist unmenschlich. Wie fühlst Du wirklich Tamer?

Tamer entgegnet, wenn er sage, dass Israel illegal sei, käme er vor Gericht und fügt hinzu, dass er natürlich denke, dass Israel illegal sei. Nach einer kurzen Aneinanderreihung der gängigen Free Palestine Parolen schließt er mit den Worten ab: „deshalb ist Israel illegal, deshalb fuck Israel!“ Die Diskussionsrunde ist damit beendet. Der Moderator schließt die Sitzung. Ich gehe während des Konzertumbaus etwas vor die Halle und sehe die Mutter gestikulieren. Ihre schrille Stimme setzt sich auch über einige Meter Entfernung gut durch. Den Juden wäre zwar damals schon Unrecht geschehen, aber sie seien leider „nach Hitler stehen geblieben“. Wir (Deutsche) hätten schließlich durch die Nazis auch viel verloren, fährt die Mutter fort. Und natürlich sei sie keine Antisemitin, rechtfertigt sie sich, ohne dass ihr im entferntesten jemand aus der zweifelsohne einigen Runde den Vorwurf gemacht hätte. Als sie davon berichtet, wie uns die Rothschilds angeblich das Bankensystem aufgezwungen haben, beschließe ich, wieder hinein zu gehen.

Hass Hasen unter sich
Nach dem Auftritt der Münchner Hip Hop Gruppe Creme Fresh folgt DAM. Tamer fragt das Publikum, wie viele der Anwesenden arabisch sprechen. Als sich nur wenige melden, entgegnet er „Schämt euch!“. Das findet Tamer lustig. Es wäre aber bedeutend lustiger, wenn es sich bei DAM nicht um arabische Chauvinisten handeln würde. Das Publikum lernt gewillt, an entsprechender Stelle „Hass Hase“ zu sagen. „Hass Hase“ bedeutet auf arabisch angeblich soviel wie cool. Ich finde hingegen, dass der Begriff gerade im Deutschen sehr gut zu Tamer passt. Ein nächster Teil der Folklore ist das arabische Alphabet. Die Band zeigt die einzelnen Buchstaben des arabischen Alphabets der Reihe nach auf Papierschildern. Das Publikum hat nun die Aufgabe, die untertitelten Buchstaben im Rhythmus aufzusagen. „Ihr Leute aus Deutschland seid wirklich großartig“, quittiert Tamer den gefolgsamen Einsatz.

Tamer fragt nach dem deutschen Wort für „unity“ und das Publikum nennt ihm „Einheit“. Das Wort „Einheit“ wird auch gleich im nächsten Lied verbaut, dessen Text Tamar anscheinend spontan zusammenstückelt. Tamer singt „Who is on the Mic?“, das Publikum antwortet „Einheit!“. Tamar singt „Everybody is on the Mic!“, das Publikum singt „Einheit!“. Die deutsch-arabische Einheit besteht nun ohne Zweifel. Und gegen wen sich diese Einheit konkret richtet, ist für alle die bislang nur eine ungefähre Vorstellung davon hatten im folgenden Song zu erfahren. Das nächste Lied sei in Deutschland vorgetragen etwas heikel, schickt Tamer dem Song voraus. Im einzigen englischsprachigen Text beschreibt Tamar nämlich, wie eine jüdische Soldatin mit ihm zusammen in einem Aufzug stecken bleibt und er ihr – ausgesprochen cool natürlich – sexistische Sprüche steckt. Die antisemitischen Sexphantasien werden dann unter dem zynischen Songtitel: „Mama, I‘m in love with a Jew“ zusammengefasst.

Der Abend – gefördert durch das Kulturreferat München – klingt aus mit einem gemeinsamen Free-Style-Rap von Tamer, Berhard und David. Eine Zeile habe ich mir gemerkt: „Habt ihr Bock auf den Shit, dann macht bisschen mit, dann bleibt ihr fit, das ist der Shit“.

30 Prozent Main Concept, 30 Prozent Blumentopf, 40 Prozent Intifada

Sie nennen sich die Palästinenser von 1948. Ihr Smash-Hit „Who is the terrorist?“ wurde schon nach kurzer Zeit millionenmal heruntergeladen. Am 01. Juli wird die Hip-Hop Gruppe DAM in der Muffathalle zu sehen sein – gefördert von der Stadt München. DavidPe (Mainkonzept) und Wunder (Blumentopf) sind auch dabei.

Nachtrag: Konzertbericht: Da Arabian MC’s und Da Munich MC’s im Gleichschritt


DAM live in New York mit Fahne (Al Aqsa Emblem)

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Jew-Haters Delight: Palästina Tage in München

Vom 19. Juni bis zum 09. Juli richtet die Vereinigung „Palästina Komitee München“ diverse Veranstaltungen aus. In der Vergangenheit zeigte sich die Gruppe oft antizionistisch und antisemitisch. Das Programm der kommenden „Palästina Tage 2010″ setzt diese Tradition fort.

This is our land. So get the fuck out of it
Klare Worte im Programmheft: „This is our land. So get the fuck out of it“

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